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☢️ Halbwertszeit-Rechner

Berechnet die im Zeitverlauf verbleibende Substanzmenge auf Grundlage der Halbwertszeit radioaktiver Isotope.

Verbleibende Menge
Zerfallsprozentsatz Anzahl vergangener Halbwertszeiten
RATGEBER

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Was ist die Halbwertszeit?

Die Halbwertszeit ist die Zeit, die eine radioaktive Substanz benötigt, um sich auf die Hälfte ihrer Anfangsmenge zu reduzieren. Kohlenstoff-14 hat beispielsweise eine Halbwertszeit von etwa 5.730 Jahren, das heißt, nach 5.730 Jahren ist nur noch die Hälfte der ursprünglichen Menge vorhanden. Jedes radioaktive Isotop besitzt seine eigene, einzigartige Halbwertszeit, die konstant und unveränderlich ist.

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Formel zur Berechnung der Halbwertszeit

Die verbleibende Menge wird mit der Formel N(t) = N₀ × (1/2)^(t/t₁/₂) berechnet. Dabei ist N(t) die Menge nach der Zeit t, N₀ die Anfangsmenge, t die verstrichene Zeit und t₁/₂ die Halbwertszeit. Eine Substanz mit einer Anfangsmenge von 100 g und einer Halbwertszeit von 10 Tagen hat beispielsweise nach 10 Tagen noch 50 g, nach 20 Tagen 25 g und nach 30 Tagen 12,5 g.

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Radiokarbondatierung

In der Archäologie wird die Halbwertszeit von Kohlenstoff-14 zur Datierung organischer Materialien genutzt. Lebende Organismen nehmen Kohlenstoff-14 auf, doch nach dem Tod erfolgt keine weitere Aufnahme mehr, und der Kohlenstoff zerfällt nur noch. Durch Messung der verbleibenden Kohlenstoff-14-Menge lässt sich der Zeitpunkt des Todes schätzen. Diese Methode ermöglicht die Datierung von Artefakten, die bis zu etwa 50.000 Jahre alt sind.

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Anwendungen der Halbwertszeit in der Medizin

Die Nuklearmedizin nutzt radioaktive Isotope wie Iod-131 (Halbwertszeit 8 Tage) und Technetium-99m (Halbwertszeit 6 Stunden) für Diagnose und Behandlung. Das für die Behandlung von Schilddrüsenkrebs eingesetzte Iod-131 besitzt eine geeignete Halbwertszeit, die therapeutische Wirkungen erzielt und gleichzeitig eine langfristige Strahlenbelastung minimiert. Dosierung und Zeitplan werden anhand der Halbwertszeit festgelegt.

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Halbwertszeiten verschiedener Isotope

Verschiedene radioaktive Isotope besitzen sehr unterschiedliche Halbwertszeiten. Uran-238: 4,5 Milliarden Jahre, Plutonium-239: 24.000 Jahre, Cäsium-137: 30 Jahre, Iod-131: 8 Tage, Radon-222: 3,8 Tage, Technetium-99m: 6 Stunden. Isotope mit kurzer Halbwertszeit werden hauptsächlich für medizinische Diagnostik eingesetzt, während Isotope mit langer Halbwertszeit für geologische Datierungen genutzt werden.

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Radioaktiver Abfall und Halbwertszeit

Die Entsorgung radioaktiver Abfälle aus Kernkraftwerken hängt eng mit der Halbwertszeit zusammen. Plutonium-239 hat eine Halbwertszeit von 24.000 Jahren, sodass etwa 10 Halbwertszeiten (rund 240.000 Jahre) nötig sind, um ein sicheres Niveau zu erreichen. Aus diesem Grund müssen hochradioaktive Abfälle über lange Zeiträume tief unter der Erde gelagert werden, und Entsorgungsstrategien, die die Halbwertszeit berücksichtigen, sind unerlässlich.

Häufig gestellte Fragen

Welche Formel steckt hinter der Halbwertszeitberechnung?
Die verbleibende Menge wird mit N(t) = N₀ × (1/2)^(t/t₁/₂) berechnet. Geben Sie Anfangsmenge, Halbwertszeit und verstrichene Zeit ein, um die aktuell verbleibende Menge und den Zerfallsprozentsatz zu erhalten.
Was, wenn verstrichene Zeit und Halbwertszeit in unterschiedlichen Einheiten angegeben sind?
Wählen Sie im Rechner die passende Zeiteinheit (Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Jahre) und geben Sie beide Werte in derselben Einheit ein. Unterschiedliche Einheiten führen sonst zu falschen Ergebnissen.
Was bedeutet die "Anzahl vergangener Halbwertszeiten"?
Dieser Wert ergibt sich aus verstrichener Zeit geteilt durch die Halbwertszeit und gibt an, wie oft sich die Menge bereits halbiert hat. Ein Wert von 2 bedeutet zum Beispiel, dass nur noch ein Viertel der Ausgangsmenge übrig ist.
Erreicht die verbleibende Menge irgendwann exakt null?
Theoretisch nie vollständig – die Menge nimmt exponentiell ab und wird nur immer kleiner. Nach etwa 10 Halbwertszeiten liegt die Restmenge bei unter 0,1 % des Ausgangswerts und ist praktisch vernachlässigbar.
Wofür wird dieser Rechner in der Praxis genutzt?
Typische Anwendungen sind die Radiokarbondatierung in der Archäologie, die Nuklearmedizin (z. B. Iod-131, Technetium-99m) sowie die Planung der Entsorgung radioaktiver Abfälle.