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Körperoberflächen-Rechner (BSA)

Berechnen Sie die Körperoberfläche präzise mit mehreren Formeln

Durchschnitt
DuBois-Formel
Mosteller-Formel
Haycock-Formel
Gehan-George-Formel
Boyd-Formel
RATGEBER

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Medizinische Bedeutung der BSA

Die Körperoberfläche (Body Surface Area, BSA) gibt die gesamte Hautfläche des Körpers in Quadratmetern (m²) an und ist ein zentraler Indikator in der Medizin. Die BSA ist entscheidend für die Bestimmung von Medikamentendosierungen, insbesondere bei toxischen Wirkstoffen wie Chemotherapeutika. Sie wird außerdem für das Herzzeitvolumen, die Nierenfunktion, die Berechnung der Verbrennungsfläche und die Messung der Stoffwechselrate verwendet. Die durchschnittliche BSA beträgt bei erwachsenen Männern etwa 1,9 m² und bei Frauen etwa 1,6 m², berechnet aus Gewicht und Größe.

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BSA-Berechnungsformeln und wissenschaftliche Grundlagen

Die am häufigsten verwendete Formel ist die Du-Bois-Formel: BSA (m²) = 0,007184 × Gewicht(kg)^0,425 × Größe(cm)^0,725, entwickelt 1916 und seit über einem Jahrhundert als Standard etabliert. Die Mosteller-Formel ist einfacher: BSA = √(Größe(cm) × Gewicht(kg) / 3600). Auch die Formeln von Haycock, Gehan-George und Boyd existieren, jede optimiert für bestimmte Patientengruppen oder Situationen. Bei Kindern führt das höhere Verhältnis von BSA zu Gewicht zu einem schnelleren Medikamentenstoffwechsel, weshalb eine präzise BSA-Berechnung umso wichtiger ist.

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So nutzen Sie den BSA-Rechner effektiv

Zunächst müssen Größe und Gewicht genau gemessen werden. Messen Sie die Größe ohne Schuhe im Stehen und das Gewicht morgens nüchtern. Für medizinische Zwecke sollten Sie die aktuellste klinische Messung verwenden und bei jeder Gewichtsänderung neu berechnen. Bei Chemotherapie-Patienten wird die BSA-basierte Dosierung bei jedem Zyklus angepasst. Bei muskulösen oder adipösen Personen kann die BSA überschätzt werden, weshalb klinisches Urteilsvermögen erforderlich ist.

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Klinische Anwendungen der BSA

In der Chemotherapie ist die BSA unverzichtbar — Doxorubicin wird beispielsweise üblicherweise mit 60-75 mg/m² dosiert. In der Kardiologie teilt der Herzindex das Herzzeitvolumen durch die BSA. In der Nephrologie wird die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) anhand der BSA standardisiert. In der Verbrennungsmedizin wird die „Neunerregel" verwendet, um die verletzte Fläche in Prozent auszudrücken. Die Anästhesiologie berücksichtigt die Körperoberfläche bei der Bestimmung der Anästhetikadosierung.

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BSA im Vergleich zu anderen Körperkennwerten

Der BMI teilt das Gewicht durch das Quadrat der Größe, um Übergewicht zu bewerten, während die BSA die tatsächliche Körperoberfläche berechnet, um die physiologische Funktion zu beurteilen. Da die BSA Größe und Gewicht kombiniert, können große BMI-Unterschiede zu geringen BSA-Unterschieden führen. Adipöse Patienten können trotz hoher Fettmasse einen relativ geringen BSA-Anstieg aufweisen, weshalb bei fett- und wasserlöslichen Medikamenten unterschiedliche Dosierungsansätze erforderlich sind.

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Hinweise für eine präzise BSA-Berechnung

Messen Sie das Gewicht ohne Kleidungsgewicht unter konstanten Bedingungen und die Größe mit gerader Wirbelsäule. Bei Patienten mit Ödemen sollte das Trockengewicht (dry weight) verwendet werden. Standardformeln können die BSA bei Amputierten nicht genau berechnen, weshalb modifizierte Formeln oder die Einschätzung eines Spezialisten erforderlich sind. Dieser Rechner dient nur als Orientierung — konsultieren Sie für jede tatsächliche Medikamentenverschreibung stets einen Arzt.

Häufig gestellte Fragen

Welche BSA-Formel sollte ich verwenden?
Die DuBois-Formel ist am weitesten verbreitet, und die Mosteller-Formel ist die einfachste. Die Haycock-Formel ist bei Kindern gebräuchlich, und Gehan-George wird oft für die Chemotherapie-Dosierung verwendet. Vergleichen Sie mehrere Werte miteinander.
Kann ich das BSA-Ergebnis direkt für eine Medikamentenverschreibung verwenden?
Nein. Dieser Rechner dient nur als Orientierung. Bei adipösen oder untergewichtigen Personen kann die BSA über- oder unterschätzt werden, und tatsächliche Verschreibungen müssen stets von einem Facharzt bestätigt werden.