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RATGEBER

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1. Barcode-Typen und Merkmale

Barcodes kodieren Produktinformationen in einem maschinenlesbaren Format. Der EAN-13 (European Article Number) ist der weltweit am häufigsten verwendete 13-stellige Barcode und für Einzelhandelsprodukte unverzichtbar. Der UPC-A (Universal Product Code) ist ein 12-stelliger Barcode, der vor allem in den USA und Kanada verwendet wird. CODE128 kann alle 128 ASCII-Zeichen darstellen und eignet sich daher für Versand, Logistik und Lagerverwaltung. CODE39 unterstützt alphanumerische und einige Sonderzeichen und wird häufig in industriellen Umgebungen eingesetzt. ITF-14 ist ein 14-stelliger Barcode für die Verpackung von Kartons.

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2. Unterschiede zwischen EAN und UPC

EAN und UPC sind strukturell sehr ähnlich, unterscheiden sich jedoch in Region und Stellenzahl. Der UPC-A besteht aus 12 Ziffern: die erste für die Produktkategorie, die nächsten 5 für den Herstellercode, die nächsten 5 für den Produktcode und die letzte für die Prüfziffer. Der EAN-13 fügt vor dem UPC-A eine Länderkennziffer hinzu, wodurch sich ein 13-stelliges Format ergibt. Für weltweite Produkte sollte aus Kompatibilitätsgründen EAN-13 verwendet werden. UPC kann von EAN-Scannern gelesen werden, EAN funktioniert jedoch möglicherweise nicht auf älteren, reinen UPC-Scannern. Online-Marktplätze (Amazon, eBay) unterstützen beide Formate, bevorzugen aber EAN.

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3. Einsatzbereiche von CODE128

CODE128 wird dank seiner hohen Datendichte und Flexibilität in vielen Bereichen eingesetzt. Versandetiketten kodieren Sendungsnummer, Herkunfts- und Zielort. Lagerverwaltungssysteme verfolgen Produkt-IDs, Standorte und Mengen. Im medizinischen Bereich wird er für Patientenarmbänder, Blutproben und die Medikamentenverwaltung genutzt. Die Fertigungsindustrie verwendet ihn für Arbeitsaufträge, Materialverfolgung und Qualitätskontrolle. CODE128 besitzt drei Teilzeichensätze (A, B, C) - rein numerische Daten können komprimiert werden, um kleinere Barcodes zu erzeugen.

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4. Barcode-Lesetechnologien

Barcode-Scanner werden in Laserscanner, CCD-Scanner und Imager-Scanner unterteilt. Laserscanner können über große Entfernungen lesen, unterstützen jedoch nur 1D-Barcodes. CCD-Scanner arbeiten im Nahbereich, sind preiswert und langlebig. 2D-Imager-Scanner können 2D-Barcodes wie QR-Codes und Data Matrix lesen und sind damit am vielseitigsten. Smartphone-Kameras können Barcodes ebenfalls mit entsprechenden Apps (Barcode Scanner, Google Lens) lesen. Für eine gute Lesbarkeit benötigen Barcodes ausreichende Ruhezonen, eine passende Größe und eine scharfe Druckqualität.

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5. Barcodes im Einzelhandel

Barcodes sind eine essenzielle Infrastruktur im Einzelhandel. POS-Systeme (Point of Sale) aktualisieren beim Scannen von Produkten automatisch Preise, Bestände und Verkaufsdaten. Die Integration mit der Lagerverwaltung ermöglicht die Echtzeitverfolgung von Beständen, automatische Bestellungen und Umschlagsanalysen. Bei Preisänderungen im Geschäft muss lediglich das POS-System aktualisiert werden, ohne dass jedes einzelne Preisschild geändert werden muss. Kundenbindungsprogramme, Coupons und Aktionen lassen sich mit Barcodes einfach verwalten. In Omnichannel-Umgebungen ermöglichen Barcodes eine einheitliche Bestandsverwaltung zwischen Online- und Offline-Handel.

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6. Barcode-Normen und Spezifikationen

Barcodes folgen weltweiten Normen, die von GS1 verwaltet werden. Um GS1-Barcodes zu verwenden, muss man sich als Unternehmen registrieren und bei der örtlichen GS1-Organisation ein Unternehmenspräfix (Company Prefix) beantragen. Unternehmenspräfixe sind weltweit eindeutig und bilden die Grundlage für die Erstellung von Produktcodes. Die Druckqualität von Barcodes wird nach ANSI-Graden (A, B, C, D, F) bewertet, wobei A die beste Qualität darstellt. Die Größe eines Barcodes kann über ein Vergrößerungsverhältnis (Magnification) angepasst werden, eine Verkleinerung unter die minimale X-Dimension erschwert jedoch das Lesen. Die Norm ISO/IEC 15416 definiert Methoden zur Überprüfung der Druckqualität von Barcodes.