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💶 Deutschland Mehrwertsteuerrechner

Berechnen Sie Preise mit oder ohne Mehrwertsteuer. Unterstützt den Standardsatz von 19% und den ermäßigten Satz von 7%.

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Die deutsche Mehrwertsteuer verstehen

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Die deutsche Mehrwertsteuer verstehen: Sätze und Berechnungsmethoden

Deutschland betreibt ein Mehrwertsteuersystem mit zwei Hauptsätzen, die im Umsatzsteuergesetz (UStG) festgelegt sind. Der Regelsteuersatz von 19% gilt für die meisten Waren und Dienstleistungen, darunter Elektronik, Kleidung, Restaurantmahlzeiten (ohne Mitnahme), Hotelübernachtungen, freiberufliche Dienstleistungen (Recht, Buchhaltung, Beratung), Bauleistungen, Fahrzeugverkauf und -reparatur, Telekommunikation sowie allgemeine Einzelhandelsprodukte. Der ermäßigte Steuersatz von 7% gilt für Lebensmittel, Bücher und Zeitungen (physisch und seit 2020 auch digital), den öffentlichen Nahverkehr, kulturelle Veranstaltungen und Speisen zum Mitnehmen. Bestimmte Waren und Dienstleistungen sind von der Umsatzsteuer befreit (steuerfreie Umsätze) — darunter Finanzdienstleistungen, medizinische Leistungen, Bildungsleistungen und die Vermietung von Wohnimmobilien.

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Berechnungsmethoden der Mehrwertsteuer

Mehrwertsteuer zum Nettopreis hinzufügen: Wenn Sie einen Nettopreis (ohne MwSt) haben und den Bruttopreis berechnen möchten, multiplizieren Sie den Nettopreis mit (1 + MwSt-Satz). Beispiel: Ein Nettopreis von 100 € bei 19% MwSt ergibt 100 € × 1,19 = 119 € brutto; der MwSt-Betrag beträgt 19 €. Mehrwertsteuer vom Bruttopreis entfernen: Wenn Sie einen Bruttopreis (inklusive MwSt) haben und den Nettopreis sowie den MwSt-Betrag benötigen, teilen Sie den Bruttopreis durch (1 + MwSt-Satz). Beispiel: Ein Bruttopreis von 119 € bei 19% MwSt ergibt 119 € ÷ 1,19 = 100 € netto. MwSt-Betrag direkt berechnen: MwSt = Bruttopreis × (MwSt-Satz ÷ (1 + MwSt-Satz)). Für 119 € bei 19%: MwSt = 119 € × (0,19 ÷ 1,19) = 19 €.

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Umsatzsteuerregistrierung und Kleinunternehmerregelung

Deutsche Unternehmen müssen sich bei der Aufnahme ihrer Tätigkeit beim Finanzamt für die Umsatzsteuer registrieren. Die Kleinunternehmerregelung befreit Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 22.000 € (Vorjahr) und einem voraussichtlichen Umsatz unter 50.000 € (laufendes Jahr) von der Erhebung und Abführung der Umsatzsteuer. Diese Unternehmen können jedoch auch keine Vorsteuer auf ihre Einkäufe geltend machen. Viele Kleinunternehmer entscheiden sich freiwillig für die Umsatzsteuerpflicht, obwohl sie die Voraussetzungen für die Befreiung erfüllen — insbesondere, wenn sie hohe Betriebsausgaben haben oder überwiegend umsatzsteuerpflichtige Geschäftskunden bedienen. Nach der Option ist man für fünf Jahre daran gebunden.

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Umsatzsteuervoranmeldung und Compliance

Umsatzsteuerpflichtige Unternehmen müssen regelmäßig Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben, in denen die von Kunden erhobene Umsatzsteuer und die auf Ausgaben gezahlte Vorsteuer angegeben werden. Die meisten Unternehmen melden monatlich in den ersten zwei Jahren oder wenn die jährliche Umsatzsteuerschuld 7.500 € übersteigt. Etablierte Unternehmen mit geringerer Steuerschuld melden vierteljährlich. Die Meldungen sind bis zum 10. des Folgemonats fällig. Die Umsatzsteuerjahreserklärung muss bis zum 31. Juli eingereicht werden. Verspätete Abgabe oder Zahlung führt zu Bußgeldern und Zinsen, in der Regel 1% pro Monat.

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Digitale Dienstleistungen und E-Commerce-Umsatzsteuer

Die EU-Mehrwertsteuerreform für den E-Commerce von 2021 hat die umsatzsteuerliche Behandlung von Online-Verkäufern erheblich verändert. Das One-Stop-Shop-System (OSS) ermöglicht es Unternehmen, sich in einem EU-Land zu registrieren und alle EU-weiten B2C-Verkäufe über ein einziges Portal zu melden. Digitale Dienstleistungen an Verbraucher folgen dem Bestimmungslandprinzip — die Mehrwertsteuer wird nach dem Satz des Kundenlandes berechnet. Marktplätze wie Amazon übernehmen unter den Regeln des „unterstellten Lieferers" oft die Berechnung der Mehrwertsteuer. Die Lieferschwelle von 10.000 € für den Fernabsatz wurde 2021 abgeschafft.

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So nutzen Sie diesen Rechner optimal

Für Unternehmen bei der Preisgestaltung: Geben Sie Ihren gewünschten Nettopreis ein, wählen Sie den passenden Satz (19% oder 7%) und den Modus „MwSt hinzufügen", um den Bruttopreis zu sehen, den Sie Ihren Kunden berechnen sollten. Zur Analyse von Belegen: Geben Sie den Bruttopreis ein, wählen Sie den MwSt-Satz und den Modus „MwSt entfernen", um den Nettobetrag und den MwSt-Anteil für die Buchhaltung zu ermitteln. Zum Vergleich von Angeboten: Standardisieren Sie alle Preise auf Nettobeträge für einen genauen Vergleich. Zur Auswirkung von Satzänderungen: Wechseln Sie zwischen 19% und 7%, um zu sehen, wie sich die Einstufung auf die Preisstrategie auswirkt.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechne ich aus einem Nettopreis den Bruttopreis?
Multiplizieren Sie den Nettopreis mit (1 + MwSt-Satz). Bei 100 € netto und 19% MwSt ergibt sich 100 € × 1,19 = 119 € brutto, wobei der MwSt-Betrag 19 € beträgt.
Wann gilt der ermäßigte Steuersatz von 7% statt 19%?
Der ermäßigte Satz von 7% gilt unter anderem für die meisten Lebensmittel, Bücher und Zeitungen (auch digital seit 2020), den öffentlichen Nahverkehr sowie kulturelle Veranstaltungen. Die meisten übrigen Waren und Dienstleistungen unterliegen dem Regelsteuersatz von 19%.
Muss ich als Kleinunternehmer Mehrwertsteuer berechnen?
Nach der Kleinunternehmerregelung sind Sie von der Erhebung der Umsatzsteuer befreit, wenn Ihr Vorjahresumsatz unter 22.000 € liegt und der erwartete Umsatz im laufenden Jahr 50.000 € nicht übersteigt. Dafür können Sie dann aber auch keine Vorsteuer auf Ihre Einkäufe geltend machen.
Wie oft muss ich eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben?
Die meisten Unternehmen melden in den ersten zwei Jahren monatlich oder wenn die jährliche Umsatzsteuerschuld 7.500 € übersteigt. Etablierte Unternehmen mit geringerer Steuerschuld können vierteljährlich melden; die Meldung ist jeweils bis zum 10. des Folgemonats fällig.
Was ändert sich beim Verkauf digitaler Dienstleistungen ins EU-Ausland?
Seit der EU-Reform 2021 gilt bei digitalen Dienstleistungen an Verbraucher das Bestimmungslandprinzip, wobei die Mehrwertsteuer zum Satz des Kundenlandes berechnet wird. Über das One-Stop-Shop-System (OSS) können Sie sich in nur einem EU-Land registrieren und alle EU-weiten B2C-Verkäufe zentral melden.