🌐 DE

Spar- und Zinsrechner

Berechnen Sie die Zinsen für Sparplan und Festgeld genau und planen Sie Ihre Finanzen einfacher. Wählen Sie zwischen einfacher Verzinsung und Zinseszins – der Auszahlungsbetrag nach Steuern wird automatisch mit ausgewiesen.

Hinweis: Der hier berechnete Steuerbetrag ist ein vereinfachtes Rechenbeispiel und entspricht nicht exakt der deutschen Abgeltungsteuer – für eine verbindliche Berechnung nutzen Sie bitte Ihren Freistellungsauftrag bzw. eine steuerliche Beratung.

Auszahlungsbetrag
Eingezahltes Kapital Zinsen (vor Steuern) Steuer (Beispielsatz 15,4 %) Zinsen (nach Steuern)

※ Dieser Rechner arbeitet mit einem pauschalen Beispiel-Steuersatz von 15,4 % zur Veranschaulichung.
※ In Deutschland unterliegen Kapitalerträge der Abgeltungsteuer von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag (und ggf. Kirchensteuer); der Sparerpauschbetrag stellt seit 2023 jährlich 1.000 € pro Person (2.000 € bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren) steuerfrei.
※ Der tatsächliche Auszahlungsbetrag hängt von den Konditionen Ihrer Bank und Ihrer persönlichen Steuersituation ab.

RATGEBER

Mehr erfahren

01

Sparformen in Deutschland: Tagesgeld, Festgeld und Sparplan im Überblick

In Deutschland stehen Sparerinnen und Sparern vor allem drei klassische Zinsprodukte zur Verfügung: Tagesgeld, Festgeld und der klassische Sparplan (z. B. Banksparplan). Tagesgeld ist täglich verfügbar, der Zinssatz kann sich jedoch jederzeit ändern – seit den Leitzinserhöhungen der EZB ab 2022/2023 bieten viele Direktbanken wieder Tagesgeldzinsen im Bereich von 2 bis 3,5 % pro Jahr. Festgeld bindet den Betrag für eine feste Laufzeit (z. B. 6, 12 oder 24 Monate) zu einem garantierten Zinssatz, der meist etwas höher liegt als beim Tagesgeld, dafür aber ohne vorzeitigen Zugriff. Ein Sparplan eignet sich für den regelmäßigen monatlichen Vermögensaufbau, etwa als Ergänzung zu einem ETF-Sparplan. Die konkrete Zinshöhe hängt stark vom aktuellen Zinsumfeld der Europäischen Zentralbank ab und schwankt über die Jahre spürbar, weshalb ein Vergleichsportal oder die eigene Hausbank vor Vertragsabschluss konsultiert werden sollte.

02

Festgeld oder Sparplan – was passt zu welchem Sparziel?

Festgeld und Sparplan unterscheiden sich grundlegend in Einzahlungsart und Zinsberechnung. Beim Festgeld wird ein größerer Betrag einmalig angelegt und bis zum Laufzeitende gehalten; Kapital und Zinsen werden gemeinsam am Ende ausgezahlt. Beim Sparplan wird hingegen monatlich ein fester Betrag eingezahlt, wobei jede Rate unterschiedlich lange verzinst wird – die erste Rate über die volle Laufzeit, die letzte nur für einen Monat. Bei gleichem Zinssatz erwirtschaftet Festgeld daher tendenziell mehr Zinsen als ein Sparplan mit vergleichbarer Gesamteinzahlung, da das komplette Kapital von Anfang an verzinst wird. Festgeld eignet sich, wenn bereits eine größere Summe vorhanden ist (etwa aus einer Erbschaft oder einem Bonus), während ein Sparplan besser passt, um monatlich diszipliniert Rücklagen aufzubauen, zum Beispiel für den Notgroschen oder ein mittelfristiges Sparziel.

03

Einfache Verzinsung und Zinseszins verständlich erklärt

Bei der Zinsberechnung wird grundsätzlich zwischen einfacher Verzinsung und Zinseszins unterschieden. Bei einfacher Verzinsung wird nur auf das ursprüngliche Kapital Zinsen berechnet, während beim Zinseszins auch bereits gutgeschriebene Zinsen wieder mitverzinst werden. Legt man beispielsweise 10.000 € für fünf Jahre bei 4 % einfacher Verzinsung an, entstehen insgesamt 2.000 € Zinsen (10.000 € × 4 % × 5 Jahre). Bei jährlicher Zinseszinsberechnung wächst dasselbe Kapital hingegen auf rund 12.167 € an Endwert – also etwa 167 € mehr an reinen Zinsen. Je länger die Laufzeit und je höher der Zinssatz, desto deutlicher fällt der Unterschied aus: Bei Anlagezeiträumen von über zehn Jahren kann der Zinseszinseffekt den Ertrag gegenüber einfacher Verzinsung um 30 bis 50 % steigern. Klassische Spareinlagen wie Tagesgeld werden in der Regel mit einfacher, teils auch mit jährlicher Zinseszinsgutschrift verzinst, während langfristige Geldanlagen wie ETF-Sparpläne den Zinseszinseffekt über viele Jahre besonders wirkungsvoll nutzen.

04

Zinsen bei deutschen Banken vergleichen

Da sich die Konditionen von Bank zu Bank deutlich unterscheiden, lohnt sich ein sorgfältiger Vergleich vor Vertragsabschluss. Direktbanken und Neobanken bieten aufgrund niedrigerer Kostenstruktur häufig höhere Tagesgeld- und Festgeldzinsen als klassische Filialbanken. Beim Vergleich sollten Sie erstens unabhängige Vergleichsportale nutzen, um bundesweit die aktuell besten Konditionen zu finden. Zweitens ist zu prüfen, ob es sich um einen dauerhaften Zinssatz oder einen befristeten Lockangebotszins („Neukundenzins") handelt, der nach einigen Monaten wieder sinkt. Drittens sollte die Einlagensicherung des Anbieters geprüft werden – insbesondere bei Banken außerhalb Deutschlands oder der EU. Viertens lohnt sich ein Blick auf mögliche Kontoführungsgebühren, die die Nettorendite schmälern können. Ein niedrigerer Zinssatz bei einer etablierten, gebührenfreien Bank kann unterm Strich vorteilhafter sein als ein befristetes Hochzins-Lockangebot.

05

Abgeltungsteuer, Sparerpauschbetrag und Freistellungsauftrag

Zinserträge unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Abgeltungsteuer in Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % der Steuer) sowie gegebenenfalls Kirchensteuer – dies ergibt effektiv rund 26,4 % bis knapp 28 % je nach Bundesland und Kirchenzugehörigkeit. Seit 2023 gilt der Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr (2.000 € für gemeinsam veranlagte Ehepaare); Erträge bis zu dieser Grenze bleiben steuerfrei, sofern bei der Bank ein Freistellungsauftrag hinterlegt wurde. Ohne Freistellungsauftrag wird die Abgeltungsteuer automatisch von der Bank einbehalten und ans Finanzamt abgeführt; zu viel gezahlte Steuer kann über die Einkommensteuererklärung (Anlage KAP) zurückgeholt werden, sofern der persönliche Steuersatz niedriger ist als die Abgeltungsteuer. Wer den Freibetrag auf mehrere Banken verteilen möchte, kann bei jeder Bank einen anteiligen Freistellungsauftrag einrichten, solange die Gesamtsumme 1.000 € (bzw. 2.000 €) nicht übersteigt.

06

Sparziele planen: Wie viel monatlich zurücklegen?

Ein Sparplan wirkt am besten mit einem klaren Ziel und einer realistischen Laufzeit. Ob Eigenkapital für eine Immobilie, ein neues Auto, die Ausbildung der Kinder oder ein finanzielles Polster fürs Alter – Zielbetrag und Zeitraum bestimmen die notwendige monatliche Sparrate. Wer beispielsweise in drei Jahren 15.000 € ansparen möchte, muss bei rund 3 % Zinsen etwa 400 € monatlich zurücklegen. Als grobe Orientierung empfehlen Verbraucherzentralen, 10 bis 20 % des monatlichen Nettoeinkommens zu sparen, sofern die laufenden Kosten dies zulassen. Praktische Strategien sind: erstens ein Dauerauftrag direkt nach Gehaltseingang („zuerst sparen, dann ausgeben"), zweitens die Kombination aus einem kurzfristigen Tagesgeldkonto für den Notgroschen und langfristigeren Anlageformen für größere Ziele, sowie drittens die regelmäßige Anpassung der Sparrate bei Gehaltserhöhungen, damit die Ersparnisse mit dem Einkommen mitwachsen.

07

Vorzeitige Kündigung und Fälligkeit von Festgeld

Festgeld ist für die vereinbarte Laufzeit grundsätzlich fest gebunden; eine vorzeitige Kündigung ist bei den meisten deutschen Banken nicht oder nur gegen einen deutlichen Zinsabschlag bzw. eine Vorschusszinsentschädigung möglich. Wer absehbar während der Laufzeit auf das Geld zugreifen muss, sollte daher eher Tagesgeld oder eine kürzere Laufzeit wählen. Nach Fälligkeit verlängern viele Banken Festgeld automatisch zu meist deutlich schlechteren Konditionen, sofern nicht rechtzeitig widersprochen wird. Es empfiehlt sich, sich die Fälligkeit zu notieren oder eine Erinnerung einzurichten, um rechtzeitig zu kündigen bzw. bewusst in ein neues, aktuell attraktiveres Angebot umzuschichten, statt in eine automatische Verlängerung mit niedrigerem Zinssatz zu rutschen.

08

Einlagensicherung: So sind Ihre Ersparnisse geschützt

In Deutschland und der gesamten EU sind Einlagen bei Banken durch die gesetzliche Einlagensicherung pro Kunde und Bank bis zu 100.000 € abgesichert, unabhängig davon, ob es sich um Tagesgeld, Festgeld oder ein Girokonto handelt. Viele deutsche Banken sind zusätzlich Mitglied in freiwilligen Einlagensicherungsfonds (etwa des Bundesverbands deutscher Banken), die oft noch höhere Summen absichern. Bei Beträgen über 100.000 € empfiehlt es sich, das Kapital auf mehrere Banken bzw. Institute zu verteilen, um den vollen gesetzlichen Schutz je Bank auszuschöpfen. Bei ausländischen Anbietern, die über deutsche Vergleichsportale beworben werden, sollte stets geprüft werden, welchem nationalen Einlagensicherungssystem die Bank tatsächlich angehört, da die Absicherung außerhalb Deutschlands im Ernstfall länger dauern oder anderen Regeln folgen kann.

09

Den Spar- und Zinsrechner sinnvoll nutzen

Der Spar- und Zinsrechner übernimmt die komplexe Zinsberechnung automatisch und liefert eine schnelle Einschätzung des voraussichtlichen Endbetrags. Geben Sie Sparrate bzw. Anlagebetrag, Laufzeit und Zinssatz ein und wählen Sie zwischen einfacher Verzinsung und Zinseszins, um eingezahltes Kapital, Zinsen vor Steuern, den Beispiel-Steuerbetrag sowie die Zinsen nach Steuern zu sehen. Nutzen Sie den Rechner, um erstens verschiedene Angebote unterschiedlicher Banken durchzurechnen und zu vergleichen, zweitens ein Sparziel rückwärts zu planen, indem Sie die benötigte monatliche Rate für einen Zielbetrag ermitteln, und drittens einfache Verzinsung und Zinseszins gegenüberzustellen, um die vorteilhaftere Variante zu erkennen. Beachten Sie dabei, dass der im Rechner ausgewiesene Steuerbetrag ein vereinfachtes Beispiel ist und die reale deutsche Abgeltungsteuer sowie der Sparerpauschbetrag gesondert berücksichtigt werden sollten, damit die Finanzplanung auf Basis des tatsächlichen Nettobetrags erfolgt.