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Cropfaktor-Rechner

Berechnen Sie den Cropfaktor und die äquivalente Brennweite basierend auf der Sensorgröße.

Äquivalente Brennweite
Cropfaktor

Informationen zum Cropfaktor

Der Cropfaktor ist das Verhältnis der Bildwinkeländerung basierend auf der Sensorgröße. Kleinere Sensoren haben im Vergleich zum Vollformat einen engeren Bildwinkel.

RATGEBER

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Definition und Konzept des Cropfaktors

Der Cropfaktor (Crop Factor) beschreibt das Verhältnis des Bildwinkels in Abhängigkeit von der Sensorgröße der Kamera. Das Vollformat (36×24mm) dient als Referenz (1,0x); je kleiner der Sensor, desto enger der Bildwinkel. Bei APS-C Canon mit 1,6x verhält sich ein 50mm-Objektiv wie ein 80mm-Objektiv am Vollformat, während APS-C Nikon/Sony mit 1,5x wie 75mm wirkt. Micro Four Thirds mit 2,0x lässt ein 25mm-Objektiv wie 50mm erscheinen, und der 1-Zoll-Sensor mit 2,7x wird in hochwertigen Kompaktkameras eingesetzt. Kleinere Sensoren bieten einen Televorteil für Tier-/Sportfotografie, erschweren jedoch die Weitwinkelaufnahme.

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Berechnung der äquivalenten Brennweite

Äquivalente Brennweite = tatsächliche Brennweite × Cropfaktor. Beispiel: APS-C Canon (1,6x) mit einem 50mm-Objektiv → 50 × 1,6 = 80mm äquivalent. Nikon APS-C (1,5x) mit einem 35mm-Objektiv → 35 × 1,5 = 52,5mm, Standardansicht. Micro Four Thirds (2,0x) mit einem 12-35mm-Zoom → 24-70mm äquivalent. 1-Zoll-Sensor (2,7x) mit einem 10mm-Objektiv → 10 × 2,7 = 27mm äquivalent. Porträt: Für einen 85mm-Effekt bei APS-C verwenden Sie ein Objektiv mit 85 ÷ 1,6 = 53mm (oder 50mm).

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Merkmale nach Sensortyp

Vollformat (1,0x): Canon EOS R5, Nikon Z9, Sony-A7-Serie. Vorteile: Weitwinkel, hervorragende Low-Light-Leistung, geringe Schärfentiefe. Nachteile: teuer, schwer. Für Landschafts-/Porträtprofis. APS-C Canon (1,6x): EOS R7, EOS 90D. Vorteile: Tele-Effekt (70-200mm → 112-320mm), erschwinglich. Nachteile: eingeschränkter Weitwinkel. Ideal für Wildtiere/Sport. APS-C Nikon/Sony (1,5x): Z50, α6400, etwas weiter als Canon, eine ausgewogene Wahl. Micro Four Thirds (2,0x): Olympus OM-1, Panasonic GH6, leicht und videofokussiert. 1 Zoll (2,7x): Sony RX100, Canon G7X.

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Strategie zur Objektivwahl

Standardansicht (Äquiv. 50mm): Vollformat 50mm, APS-C Canon 31mm (oder 35mm), APS-C Nikon 33mm (oder 35mm), Micro Four Thirds 25mm. Weitwinkel (Äquiv. 24mm): Vollformat 24mm, APS-C Canon 15mm, APS-C Nikon 16mm, Micro Four Thirds 12mm. Tele (Äquiv. 200mm): Vollformat 200mm, APS-C Canon 125mm (oder 135mm), Micro Four Thirds 100mm. Porträt (Äquiv. 85mm): Vollformat 85mm, APS-C Canon 50mm, Micro Four Thirds 42,5mm (oder 45mm). Vielseitiges Zoom: Vollformat 24-70mm = APS-C Canon 15-45mm = Micro Four Thirds 12-35mm.

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Schärfentiefe und Bokeh-Effekt

Der Cropfaktor wirkt sich auch auf die Schärfentiefe aus. Bei gleichem Bildwinkel und gleicher Blende haben kleinere Sensoren eine größere Schärfentiefe. Beispiel: Um ein Vollformat-50mm-f/1,8 bei APS-C (1,6x) nachzubilden, wäre ein 31mm-f/1,1 nötig, doch solche Objektive sind selten. Der Porträteffekt eines Vollformat-85mm-f/1,8 bei APS-C Canon würde ein 50mm-f/1,1 erfordern, in der Praxis nutzt man jedoch 50mm f/1,4 oder 56mm f/1,4. Das Micro-Four-Thirds-25mm-f/1,4 entspricht 50mm, aber seine Schärfentiefe gleicht einem Vollformat-50mm-f/2,8. Das Vollformat hat somit einen Vorteil bei geringer Schärfentiefe/Hintergrundunschärfe (Bokeh).

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Empfehlungen nach Aufnahmesituation

Landschaft: Weitwinkel nötig → Vollformat + 16-35mm oder APS-C + 10-24mm. Micro Four Thirds 7-14mm (Äquiv. 14-28mm) bietet Ultra-Weitwinkel. Porträt: geringe Schärfentiefe + 85mm-Ansicht → Vollformat 85mm f/1,4 optimal; APS-C 50mm f/1,4 als Alternative, jedoch mit abweichender Schärfentiefe. Wildtiere: Televorteil → APS-C + 100-400mm = Äquiv. 640mm, günstiger und leichter als ein Vollformat-600mm. Sport: APS-C 1,6x macht aus einem 70-200mm ein 320mm-Tele. Reise: Leichtigkeit wichtig → Micro Four Thirds 12-100mm (Äquiv. 24-200mm), Allround-Objektiv.