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1. Die Bedeutung von Zitaten

Zitate sind in wissenschaftlichen Arbeiten und Forschungsberichten unverzichtbar. Sie liefern Belege zur Untermauerung Ihrer Argumente und grenzen die Ideen anderer klar von Ihren eigenen ab. Die Verwendung fremder Arbeiten ohne korrekte Zitierung gilt als Plagiat, ein schwerwiegendes wissenschaftliches Fehlverhalten. Universitäten können Noten annullieren, Studierende suspendieren oder exmatrikulieren. Forschern drohen bei wissenschaftlichem Fehlverhalten Rücknahme von Veröffentlichungen, Rückforderung von Fördermitteln und Ausschluss aus der Wissenschaftsgemeinschaft. Korrektes Zitieren ist die Grundlage wissenschaftlicher Integrität und sichert die Glaubwürdigkeit der Forschung.

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2. APA-, MLA- und Chicago-Stil

Der APA-Stil (American Psychological Association) wird vor allem in Psychologie, Pädagogik und Sozialwissenschaften verwendet. Er nutzt das Autor-Jahr-System mit Zitaten im Text wie (Smith, 2020). Der MLA-Stil (Modern Language Association) eignet sich für Literatur und Geisteswissenschaften. Er nutzt das Autor-Seite-System im Format (Smith 25). Der Chicago-Stil wird bevorzugt in Geschichte und Kunst mit einem Fußnoten-/Endnotensystem eingesetzt. Der IEEE-Stil wird in Ingenieurwesen, Elektronik und Informatik mit einem nummerierten System [1] verwendet. Verschiedene Fachbereiche bevorzugen unterschiedliche Stile, daher sollten die Richtlinien der Zeitschrift oder Konferenz geprüft werden.

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3. Wissenschaftliche Integrität und Plagiatsprävention

Plagiat bedeutet, die Arbeit, Ideen oder Forschungsergebnisse anderer als die eigenen auszugeben. Direkte Zitate müssen in Anführungszeichen ( „ " ) gesetzt und mit Quellenangabe versehen werden. Paraphrasierung gibt den Originaltext mit eigenen Worten wieder, muss die Quelle aber trotzdem nennen. Allgemeinwissen kann ohne Zitat verwendet werden, im Zweifelsfall sollte jedoch zitiert werden. Prüfen Sie Ihre Arbeit vor der Einreichung mit Plagiatserkennungstools wie Turnitin oder Copykiller. Auch Selbstplagiat ist problematisch: Die Wiederverwendung eigener früherer Arbeiten muss kenntlich gemacht werden.

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4. Literaturverwaltungsprogramme

Literaturverwaltungssoftware ermöglicht eine effiziente Verwaltung von Zitaten. Zotero ist ein kostenloses Open-Source-Tool, das Metadaten automatisch aus PDFs und Webseiten extrahiert. Mendeley integriert PDF-Verwaltung und Zitaterstellung. EndNote ist kostenpflichtig, aber leistungsstark und wird von professionellen Forschern bevorzugt. Paperpile lässt sich nahtlos in Google Docs integrieren. Diese Tools konvertieren automatisch Tausende von Zitierstilen, darunter APA, MLA und Chicago, und bieten Word-/LaTeX-Erweiterungen zum Einfügen von Zitaten in Echtzeit während des Schreibens.

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5. Formatierungsregeln für Zitate

Jeder Zitierstil hat detaillierte Formatierungsregeln. Autorennamen: APA verwendet Nachname und Initialen (Smith, J.), MLA verwendet Nachname und Vorname (Smith, John). Titel: APA verwendet Satzschreibweise (nur das erste Wort groß), MLA verwendet Titelschreibweise (alle wichtigen Wörter groß). Daten: APA verwendet (2020), MLA gibt nur das Jahr an. URLs: Die 7. Auflage der APA-Richtlinien bevorzugt die DOI und verzichtet auf „Retrieved from". Mehrere Autoren: APA verwendet „&", MLA verwendet „and". Drei oder mehr Autoren werden mit et al. abgekürzt. Kursivschrift wird für Buchtitel verwendet, Anführungszeichen für Artikeltitel.

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6. Online-Quellen zitieren

Zu beachtende Punkte beim Zitieren von Webquellen. Websites sollten Autor, Titel, Veröffentlichungsdatum, URL und Zugriffsdatum enthalten. Fehlt der Autor, verwenden Sie den Namen der Organisation oder beginnen Sie mit dem Titel. Fehlt das Datum, geben Sie (o. D.) an. Social-Media-Beiträge enthalten Benutzername, vollständigen Text (bis zu 20 Wörter), Datum, Plattform und URL. YouTube-Videos benennen Hochlader, Titel, Veröffentlichungsdatum, Plattform und URL. Online-Nachrichtenartikel enthalten Autor, Titel, Datum, Publikation und URL. Bei PDF-Dokumenten wird die DOI bevorzugt, falls verfügbar, andernfalls die URL.